Bericht vom
FREMO-Treffen am 15.09.2002 in Erkrath-Hochdahl


FREMO-Treffen im "Lokschuppen" in Hochdahl Foto-Album

Bevor ich meine Eindrücke vom Treffen schildere, möchte ich ein wenig auf das Umfeld dieses Treffens eingehen.
Urkunde des Museums, 97.7 KByte Luftbild, zeigt das Museum, als es noch keins war, 124.5 KByte
Das Treffen fand im Eisenbahn-Museum "Lokschuppen" in Erkrath-Hochdahl statt. Dies Museum steht an einer interessanten Strecke, von Düsseldorf nach Wuppertal. Hier geht es eine Rampe ins Bergische Land rauf und das Museum steht am Ende der Rampe.
Gemälde vom Streckenbau, 158.3 KByte Züge auf der Rampe, 134.9 KByte Seilzugeinrichtung, 92.0 KByte
Da die damaligen Lokomotiven die Steigung alleine nicht schafften, wurde eine Seilzugeinrichtung installiert. Dies ist, wenn ich richtig informiert bin, eine einmalige Sache, zumindest in Deutschland. Im Museum gibt es Bilder von der Seilzugeinrichtung. Natürlich gibt es noch andere Bilder und Informationen über die Eisenbahn. Ein Besuch lohnt sich also.

Zum Treffen:
Ein Treffen in solch einer Umgebung ist einfach eine geniale Idee. Modellbahn mit vorbildlichem Charakter passt einfach super in ein Eisenbahn-Museum. Ich hatte den Eindruck, das dies nicht nur mir so ging. Es war zwar nicht soviel Platz wie in einer Turnhalle, aber dafür war, jedenfalls für mich, viel Flair vorhanden. Zudem war hier der richtige Rahmen gegeben, um unser Hobby einem breiten Publikum vorzustellen. Der Betrieb nach dem Crew-Caller-Verfahren ermöglichte dabei den Besuchern, wenn sie wollten, mitzuspielen. Sie wurden dabei von einem FREMO-Mitglied begleitet. Bei Betriebspausen konnten die Besucher, unter denen auch viele Kinder und Jugendliche waren, Züge über das Arrangement fahren. Soweit ich dies beurteilen kann, hatten alle Besucher und auch die FREMOikaner viel Spaß. Außerdem profitierte auch das Museum von der relativ hohen Besucherzahl. Wie ich von Thomas Baur erfahren habe, war es nicht so einfach, die Museumsleitung davon zu überzeugen, dass dies eine erfolgreiche Veranstaltung wird. Mittlerweile dürfte die Museumsleitung aber überzeugt sein.

Beschreibung des Aufbaus:
Übersichtsbild 1, 161.8 KByte Übersichtsbild 2, 172.6 KByte
Starten möchte ich im Bahnhof "Heinsberg", der an einem der drei Streckenenden liegt. Im Übersichtsbild 1 ist er links hinten, vor der Signalscheibe des Vorsignals zu erkennen.
Empfangsbebäude in Heinsberg, 107.7 KByte Ausfahrt aus dem Bahnhof Heinsberg, 128.9 KByte
Mittlerweile hat der Bahnhof auch ein Empfangsgebäude erhalten. Von "Heinsberg" aus zieht sich die Strecke durch einen wunderschän gestalteten Einschnitt vor der hinteren Wand des Museums entlang. Auf dem Übersichtsbild 1 ist die Strecke durch die Stellwände des Museums verdeckt.
Einschnitt Blick Richtung Heinsberg, 137.5 KByte Einschnitt Blick Richtung Feuerbach, 127.1 KByte Einschnitt mit Zug Blick Richtung Feuerbach, 176.9 KByte
Nach dem Einschnitt wird der Bahnhof "Feuerbach" erreicht. Hier handelt es sich um einen kleinen Bahnhof, der eher einem Haltepunkt gleicht. Es ist allerdings eine Zugkreuzung möglich. Ladegleise oder ein Rampengleis sucht man dagegen vergebens.
Bahnhof Feuerbach, 130.3 KByte Bahnhof Feuerbach mit Zug, 161.5 KByte
Hinter dem Bahnhof "Feuerbach" erreicht man nach kurzer Fahrt das Gleisdreieck "Drei Linden". Zu sehen im Übersichtsbild 2. Hier zweigt eine Stichstrecke Richtung "Brauxel" ab.
Tunnel in die Weite Welt, 136.2 KByte Personale in Lindern (Weite Welt), 121.6 KByte
Zunächst geht es aber geradeaus weiter. Nach einem leichten Bogen gelangt man durch einen Tunnel zum "Rest der Welt", sprich dem Schattenbahnhof "Lindern". Hier wurde während einer Session begeistert und konzentriert gearbeitet.

Die Stichstrecke:
Bahnübergang, 152.0 KByte Flussbrücke, 190.7 KByte Abgeholzter Hang, 150.5 KByte
Von "Heinsberg" kommend zweigt sie rechts ab, und passiert in einem Bogen einen Bahnübergang, eine Flussbrücke und einen abgeholzten Hang um dann den Bahnhof "Lichtenberg" zu erreichen. Im Übersichtsbild 2 im Vordergrund zu finden.
Bahnhof Lichtenberg, 170.7 KByte Bahnhof Lichtenberg mit Zug, 147.1 KByte
Der Bahnhof "Lichtenberg" ist ein schöner kleiner Landbahnhof, leider ist die Gleislänge für die eingesetzten Züge zu kurz.
Wäldchen, 209.0 KByte Bahnhof Drei Eichen, 129.5 KByte
Nach einem kurzen Streckenabschnitt durch ein Wäldchen, folgt der Bahnhof "Drei Eichen". Auch hier ist die Gleislänge ein wenig kurz geraten. Hinter "Drei Eichen" folgt noch "Vorbahnhof Brauxel" und dann der Endbahnhof der Stichstrecke "Brauxel". Der "Vorbahnhof Brauxel" ist nur zur Sicherheit bzw. als Ausweichbahnhof für "Brauxel" im Aufbau, falls etwas mit den Weichen in "Brauxel" nicht in Ordnung ist. In "Brauxel" muss man die langen Selbstbau-Bogenweichen bewundern, die im Eingangsweichenfeld zu finden sind. Sie sind superschlank und daher auch ziemlich lang. Ich bin mal gespannt, wie die Weichen aussehen, wenn sie eingeschottert sind. Es gab, solange ich anwesend war, keine Probleme mit den Weichen.

Zum Betrieb ist nicht mehr viel zu sagen. Das Meiste ist oben schon erwähnt. Es wurde nach dem Crew-Caller-Verfahren gefahren. Für mich war dies die erste Erfahrung damit und ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen. Das Verfahren gibt einem die Freiheit, so viele Züge zu fahren, wie man möchte. Man kann sich seine Zeit auf einem Treffen somit gut einteilen bzw. aufteilen. Eine Session wurde auch mit Zugmeldebüchern gearbeitet (ich hoffe ich habe das richtig in Erinnerung), für alle sicher eine interessante Erfahrung. Die Zeiten für die Zugbewegungen waren gut bemessen, so das alles ohne Stress zu bewältigen war. Zur Verpflegung ist noch zu sagen, dass sich direkt neben dem Museum ein Restaurant befindet. Zum Schluss möchte ich noch Thomas Baur danken, dass er nicht locker gelassen hat, seine Idee, ein Treffen in einem Eisenbahnmuseum durchzuführen, in die Tat umzusetzen. Ich denke, er hat damit auch gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Michael Pfeil


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