Bericht vom
FREMO-Treffen 29.08. - 31.08.2003 in Heinsberg


4. Euregio-Treffen in Heinsberg/Oberbruch Foto-Album

Ein Wochenende in den Sommerferien. Was tun, wenn man nicht wegfährt? Ach ja, es ist doch FREMO-Treffen in Heinsberg. Also (fast) die ganze Familie eingeladen und hingefahren. Wie üblich bei den FREMOikanern, nicht nur in Heinsberg, werden alle, auch die Kinder, herzlich begrüßt.

Aufbauplan von Heinsberg, 93.2 KByte Der nächste Schritt ist rein in die Halle und den Aufbau begutachten. Diesmal gibt es im Gegensatz zum vorigen Jahr ein H0-RE-Arragement ohne Beteiligung der Privatbahner. Folgende sieben Betriebsstellen waren vertreten: Lindern (Schattenbahnhof), Wilfingen, Brauxel, Oberbruch, Heinsberg, Lichtenberg und Neuhausen.
(Schatten-)Bahnhof Lindern, 138.2 KByte Streckenbogen mit Acker, 156.9 KByte Die Strecken zwischen den Bahnhöfen waren teilweise bis zu 17 Meter lang. Starten wir die Reise über das Arrangement doch im Schattenbahnhof Lindern. Von hier geht es in einem weiten 180 Grad Bogen zum Bahnhof Wilfingen. Das erste Teilstück des Bogens zeigt einen mit Büschen bestandenen Bahndamm, der an einen frisch gepflügten Acker grenzt.
Bahnhof Wilfingen (Einfahrt), 145.2 KByte Bahnhof Wilfingen (Gesamtansicht), 134.7 KByte Der Bahnhof Wilfingen hat drei Gleise in denen Zugfahrten zugelassen sind. Mit seinen Rampen und Freiladestraßen gibt er auch die Möglichkeit zu ausgiebigem Rangiervergnügen. Mir persönlich hat der Bahnhof von seiner Größe und den Möglichkeiten her, sehr gut gefallen. Die Gleisanlagen in Wilfingen lassen bereits erahnen, was H0fine bedeutet.
In diesem Arrangement ist er der Knotenpunkt, da direkt hinter dem Bahnhof eine Nebenstrecke abzweigt. Für den Fahrdienstleiter gab es hierdurch natürlich genug Arbeit, da von hier auch der Zugleitbetrieb auf der Nebenstrecke geregelt wurde.
Bahnübergang, 138.2 KByte Folgen wir doch zuerst weiter der Hauptstrecke. Nach dem Abzweig kommt ein sehr schön gestaltetes Modul mit einem Bahnübergang. Man kann sich richtig in den Schrankenwärter hineinversetzen, wie er die vorbeifahrenden Züge grüßt. Weiter geht es, an einer Weide mit Kühen vorbei und dann im Bogen zum Bahnhof Brauxel.
Am Bahnhof Brauxel faszinieren mich immer wieder die maßstäblichen, selbstgebauten Weichen, besonders die langen Bogenweichen in der Bahnhofseinfahrt. Nach einem weiteren 90 Bogen kommt eine lange Gerade in einem Einschnitt. Im Anschluss an den Einschnitt wird der Bahnhof Oberbruch erreicht. Der Bahnhof ist noch mitten im Baustadium, lässt aber schon erahnen, dass er nach der Durchgestaltung etwas Besonderes sein wird.
Bahnhof Heinsberg (Landhandel), 155.4 KByte Bahnhof Heinsberg (Empfangsgebäude), 165.8 KByte Hinter dem Bahnhof macht die Strecke wieder einen Bogen und führt an einer Schafherde vorbei zum Bahnhof Heinsberg. Heinsberg bildet den Abschluss der Hauptstrecke. Auch dieser Bahnhof bietet von seiner Größe und Anzahl der Gleise her die Möglichkeit zu einem sehr interessanten Betrieb. Zu erwähnen sei hier die Holzhandlung und gleich dahinter der Landhandel.

Kommen wir nun zur Nebenbahn. Wie oben schon gesagt, zweigt hinter dem Bahnhof Wilfingen die Nebenbahnstrecke ab.

Abzweig nähe Bahnhof Wilfingen, 118.3 KByte Brücke und Tunnel, 150.4 KByte Bahnhof Lichtenberg, 118.3 KByte
Nachdem der Abzweig erfolgreich passiert ist, führt die Strecke über eine Brücke in einen Tunnel. Kaum aus dem Tunnel heraus, wird der Bahnhof Lichtenberg erreicht. Auch dieser Bahnhof ist sehr schön gestaltet.
Bogen nach Lichtenberg, 146.9 KByte Bogen um Bauernhof, 156.9 KByte Gleich hinter dem Bahnhof folgt eine 90 Kurve. Die schlechte Gleislage auf diesem Modul bedingte eine Langsamfahrstelle. Es wurde gerade an diesem Bogenmodul deutlich, dass es für Modulbauneulinge unerlässlich ist, sich von erfahrenen Leuten mir Rat und Tat bei ihren Erstlingswerken helfen zu lassen oder die Module vor Anmeldung zu einem Treffen zumindest auf ihren technischen Zustand prüfen zu lassen.
Bahnhof Neuhausen, 118.8 KByte Bahnhof Neuhausen, 112.9 KByte Hinter der Kurve folgt ein langgezogener Damm, der bis zum Bahnhof Neuhausen führt. Der Bahnhof Neuhausen bildet den Endpunkt der Nebenstrecke. Es ist ein netter kleiner Bahnhof, wie geschaffen für diese Aufgabe. Es sind Ladestraße und Seiten/Kopframpe sowie ein Abstellgleis vorhanden. Außerdem ist noch ein Lokschuppen zu finden und einen Molkereianschluss gibt es auch noch. Somit bietet der Bahnhof eine Vielzahl von Rangiermöglichkeiten.

Nun ein paar Worte zum Fahrplan. Der Fahrplan war auf die eingebauten Betriebstellen gut abgestimmt. Auf der Hauptstrecke wurde hauptbahnähnlicher Betrieb abgewickelt und auf der Nebenbahn im Zugleitbetrieb gefahren. Neben den verkehrenden Personenzügen wurde der Güterverkehr durch den Einsatz von Ngs, Nes und Ügs verrichtet. Die Dienstpläne für die Zugmannschaften wurden vom Fahrdienstleiter am Schattenbahnhof ausgegeben. Durch das Crew-Caller-Verfahren konnten eine Vielzahl Mitspieler in den Betrieb mit einbezogen werden.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass manchem Beteiligten keine Anreise zu weit war. Margit Eckstein und Klaus Mattke z.B. reisten mit ihren Modulen von Konstanz am Bodensee bzw. aus Lörrach in Südbaden an. Beide schlossen nicht aus, im kommenden Jahr wieder nach Heinsberg zu kommen.

Am Samstagabend wurden in einer Diskussionsrunde die neuen H0fine Normen in ihrem Wortlaut festgelegt und von allen Beteiligten zur Vorlage an den Vereinsvorstand verabschiedet.
Heinsberg wie auch Schalksmühle scheinen sich zu einer H0fine-Hochburg zu entwickeln..

In der Abschlussbesprechung am Sonntag wurde dann auch der ausgewogene Betrieb gelobt. Es wurde festgestellt, dass beim technischen Standard der Module eine deutliche Verbesserung zu verzeichnen ist. Den Erbauern einiger weniger Module mit Mängeln wurde angeboten diese unter Mithilfe von erfahrenen Modulbauern zu verbessern, so dass sie im nächsten Jahr nicht den Ausschlusskriterien zum Opfer fallen. Die Ausgestaltung der Module sollte weiter vorangetrieben werden, wobei auf eine natürliche Farbgebung besonderer Wert gelegt wird. Auch die Gestaltung der Gleisanlagen wie z.B. durch Kilometersteine und Telegrafenmasten sollte berücksichtigt werden.
Dies soll jetzt keinen Neuling abhalten, mit seinen Modulen zu Treffen zu kommen. Jeder fängt mal an und braucht dann auch die Möglichkeit, seine Module zu testen. Sie sollten nur von Anfang an einen gewissen Standard (siehe hierzu H0fine-Normen) einhalten.

Zum Schluss geht noch ein dickes Lob an das Verpflegungs-Team. Was ist ein Treffen ohne gute Verpflegung ? - NICHTS!
Wie sagte doch einer der Mitspieler auf der Schlussbesprechung: "Wo die Verpflegung nicht gut ist, da geht man nicht mehr hin."
In diesem Sinne freue ich mich schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt; FREMO-Treffen in Heinsberg; vielleicht sogar ein FREMO H0fine-Treffen.

Michael Pfeil


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