Bericht vom
FREMO-Treffen 06.09. - 14.09.2003 in Erkrath-Hochdahl
Ein Jahr ist schnell vorbei und zum zweiten mal traf sich die FREMO-Gemeinde in
Erkrath-Hochdahl zum Treffen im "Lokschuppen", dem Museum an der Strecke
Düsseldorf - Wuppertal. Das Treffen ging, wie im letzten Jahr auch, über zwei
Wochenenden. Um es gleich zu sagen, an den Wochenenden war das Museum gut besucht
und viele der Besucher konnten in den Betrieb mit einbezogen werden.
Zum Aufbau:
Diesmal umfasste der Aufbau sage und schreibe rund 100m Strecke zwischen
den folgenden sieben Betriebsstellen: Lindern (Schattenbahnhof),
Feuerbach, Neuhausen, Drei Eichen, Tondorf, Brauxel und Hoffnungsthal.
Der (Schatten-)Bahnhof Lindern, der auch den Rest der Welt darstellte,
befand sich, vor Kopf, am rechten Ende des Museums. Er war durch
Stellwände aus dem Museum dem direkten Blick entzogen. Die Gleisverbindung
zum Aufbau erfolgte, nach einer 90 Grad Kurve, durch einen Tunnel.
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Kaum aus dem Tunnel aufgetaucht gelangte man nach kurzer Fahrt in den
Bahnhof Feuerbach. Dies ist ein einfacher Bahnhof mit zwei Gleisen, der
die Möglichkeit einer Zugkreuzung erlaubt. Direkt hinter Feuerbach war
ein Gleisdreieck, das die Strecke in zwei Äste teilte, die Hauptstrecke
und eine Nebenstrecke.
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Die Hauptstrecke durchlief nach dem Gleisdreieck einen langen sehr schön
gestalteten Einschnitt um dann, nach einem kurzen Bogen, den Bahnhof
Brauxel zu erreichen. Das faszinierende an Brauxel sind die maßstäblichen,
selbstgebauten Weichen, die auch von den Besuchern bestaunt wurden.
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Im Anschluss an Brauxel ging es in einem Bogen an einem Modul mit
Holzfällerarbeiten vorbei über eine Brücke. Dieses Modul war landschaftlich
sehr schön und hatte ein paar nette Details, wie z.B.: die Holzfäller,
die in ihrer Pause erst īmal ein Bier zu sich nehmen.
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Nach einem weiteren kurzen geraden Stück Strecke wurde der Bahnhof Hoffnungsthal
erreicht. Hier wurde erstmals eine ganz besondere Technik beim Rangieren eingesetzt.
Die Züge wurden mit Hilfe von "TrainSafe" komplett gewendet.
Das Ganze funktionierte ganz einfach: Der angekommene Zug wurde über ein
Übergangsstück in den "TrainSafe" gefahren. "TrainSafe" wurde geschlossen, aus
dem Übergangsstück gehoben, gewendet und wieder auf das Übergangsstück gesetzt.
Nach dem Öffnen konnte der Zug dann die Fahrt in Gegenrichtung wieder aufnehmen.
Auf der Nebenstrecke folgte nach dem Gleisdreieck der Bahnhof Neuhausen.
Mit seinen Ladegleisen und Abstellmöglichkeiten musste hier so manche
Rangieraufgabe bewältigt werden. Außerdem wurden hier Übergaben nach
Drei Eichen und einem Industrieanschluss zusammengestellt und auf die
Reise geschickt.
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Hinter dem Bahnhof Neuhausen erreichte man nach kurzer Fahrt den Bahnhof
Drei Eichen. Das hauptsächliche Ladegut der Ladestrassen hier war Schnittholz.
Nachdem der Bahnhof Drei Eichen verlassen wurde, durchfuhr die Strecke
zwei wunderbar gestaltete Module. Auf dem ersten Modul überquerte die
Strecke einen Weg, neben dem ein Bach verläuft. Weiter war neben der
Straße eine Schafherde zu sehen. Auf dem zweiten Modul führte die Strecke
in einem Bogen um einen kleinen Bauernhof und einem frisch gepflügten
Acker herum.
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Kurz nach diesen Modulen passierte die Strecke den Industrieanschluss um dann
zum Endpunkt der Nebenbahn, dem Bahnhof Tondorf, zu gelangen. Tondorf ist ein
Hilfsbahnhof mit drei Gleisen, der nicht gestaltet ist und auch nicht gestaltet wird.
Einen kurzen Abschnitt mit ein paar Modulen nach USA-Vorbild gab es auch
zu sehe. Sie waren am anderen Ende von Lindern angeschlossen. Sie
vermittelten wirklich den Eindruck, man steht in den USA.
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Der Betrieb:
Im Hinblick darauf, dass auch die Besucher mit in das Betriebsgeschehen einbezogen
werden sollten, war der Fahrplan recht einfach aufgebaut: die Fahrzeiten und die
Standzeiten waren, wenn ich das richtig im Kopf habe, jeweils 10 min (Modellzeit).
Wenn auf der Strecke also gebummelt wurde, konnte der Zeitverlust im nächsten
Bahnhof wieder ausgeglichen werden. Damit war der Fahrplan, auch mit den Besuchern,
gut einzuhalten. Gefahren wurde nach dem Crew-Caller-Verfahren. Die Dienstpläne
konnten beim Fahrdienstleiter im Bahnhof Lindern abgeholt werden. Auf der
Hauptstrecke wurde das Zugmeldeverfahren mit Zugmeldebüchern angewendet. Auf der
Nebenstrecke wurde vereinfachter Betreib nach dem Zugleitverfahren durchgeführt.
Zum Schluss:
Ich hatte den Eindruck, dass dieses Jahr noch mehr Besucher während des Treffens
da waren, wie im letzten Jahr. Es hat Spaß gemacht, zu sehen, mit welcher
Begeisterung manch ein Besucher beim "Betrieb machen" dabei war. Das Museum war
und ist einfach ein guter Ort für ein Modellbahntreffen mit vorbildlichem
Charakter. Es scheint so, als ob sich hier ein fester Termin im FREMO-Kalender
bildet. Ich bin gespannt, ob es auch nächstes Jahr wieder ein Treffen im
Lokschuppen stattfindet.
Michael Pfeil
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