Bericht vom
FREMO-Treffen 06.09. - 14.09.2003 in Erkrath-Hochdahl


2. Museums-Treffen im "Lokschuppen" in Erkrath-Hochdahl Foto-Album

Ein Jahr ist schnell vorbei und zum zweiten mal traf sich die FREMO-Gemeinde in Erkrath-Hochdahl zum Treffen im "Lokschuppen", dem Museum an der Strecke Düsseldorf - Wuppertal. Das Treffen ging, wie im letzten Jahr auch, über zwei Wochenenden. Um es gleich zu sagen, an den Wochenenden war das Museum gut besucht und viele der Besucher konnten in den Betrieb mit einbezogen werden.

Zum Aufbau:

Uebersicht (links), 141.6 KByte Uebersicht (mitte), 138.2 KByte Uebersicht (rechts), 145.0 KByte Diesmal umfasste der Aufbau sage und schreibe rund 100m Strecke zwischen den folgenden sieben Betriebsstellen: Lindern (Schattenbahnhof), Feuerbach, Neuhausen, Drei Eichen, Tondorf, Brauxel und Hoffnungsthal. Der (Schatten-)Bahnhof Lindern, der auch den Rest der Welt darstellte, befand sich, vor Kopf, am rechten Ende des Museums. Er war durch Stellwände aus dem Museum dem direkten Blick entzogen. Die Gleisverbindung zum Aufbau erfolgte, nach einer 90 Grad Kurve, durch einen Tunnel.
Bahnhof Feuerbach, 138.1 KByte Kaum aus dem Tunnel aufgetaucht gelangte man nach kurzer Fahrt in den Bahnhof Feuerbach. Dies ist ein einfacher Bahnhof mit zwei Gleisen, der die Möglichkeit einer Zugkreuzung erlaubt. Direkt hinter Feuerbach war ein Gleisdreieck, das die Strecke in zwei Äste teilte, die Hauptstrecke und eine Nebenstrecke.
Strecke durch den Einschnitt, 140.3 KByte Bahnhof Brauxel, 137.0 KByte Die Hauptstrecke durchlief nach dem Gleisdreieck einen langen sehr schön gestalteten Einschnitt um dann, nach einem kurzen Bogen, den Bahnhof Brauxel zu erreichen. Das faszinierende an Brauxel sind die maßstäblichen, selbstgebauten Weichen, die auch von den Besuchern bestaunt wurden.
Holzfaeller am Werk, 176.5 KByte Bruecke mit Ng, 165.9 KByte Im Anschluss an Brauxel ging es in einem Bogen an einem Modul mit Holzfällerarbeiten vorbei über eine Brücke. Dieses Modul war landschaftlich sehr schön und hatte ein paar nette Details, wie z.B.: die Holzfäller, die in ihrer Pause erst īmal ein Bier zu sich nehmen.
Nach einem weiteren kurzen geraden Stück Strecke wurde der Bahnhof Hoffnungsthal erreicht. Hier wurde erstmals eine ganz besondere Technik beim Rangieren eingesetzt. Die Züge wurden mit Hilfe von "TrainSafe" komplett gewendet.
Zugwendung (Schritt 1), 100.5 KByte Zugwendung (Schritt 2), 95.7 KByte Zugwendung (Schritt 3), 116.9 KByte Zugwendung (Schritt 4), 110.4 KByte
Das Ganze funktionierte ganz einfach: Der angekommene Zug wurde über ein Übergangsstück in den "TrainSafe" gefahren. "TrainSafe" wurde geschlossen, aus dem Übergangsstück gehoben, gewendet und wieder auf das Übergangsstück gesetzt. Nach dem Öffnen konnte der Zug dann die Fahrt in Gegenrichtung wieder aufnehmen.

Bahnhof Neuhausen, 129.6 KByte Bahnhof Neuhausen, 118.5 KByte Auf der Nebenstrecke folgte nach dem Gleisdreieck der Bahnhof Neuhausen. Mit seinen Ladegleisen und Abstellmöglichkeiten musste hier so manche Rangieraufgabe bewältigt werden. Außerdem wurden hier Übergaben nach Drei Eichen und einem Industrieanschluss zusammengestellt und auf die Reise geschickt.
Bahnhof Drei Eichen, 131.6 KByte Bahndamm mit Schafherde, 145.4 KByte Strecke um Acker, 179.4 KByte Hinter dem Bahnhof Neuhausen erreichte man nach kurzer Fahrt den Bahnhof Drei Eichen. Das hauptsächliche Ladegut der Ladestrassen hier war Schnittholz. Nachdem der Bahnhof Drei Eichen verlassen wurde, durchfuhr die Strecke zwei wunderbar gestaltete Module. Auf dem ersten Modul überquerte die Strecke einen Weg, neben dem ein Bach verläuft. Weiter war neben der Straße eine Schafherde zu sehen. Auf dem zweiten Modul führte die Strecke in einem Bogen um einen kleinen Bauernhof und einem frisch gepflügten Acker herum.
Kurz nach diesen Modulen passierte die Strecke den Industrieanschluss um dann zum Endpunkt der Nebenbahn, dem Bahnhof Tondorf, zu gelangen. Tondorf ist ein Hilfsbahnhof mit drei Gleisen, der nicht gestaltet ist und auch nicht gestaltet wird.

USA (Teil 1), 126.6 KByte USA (Teil 2), 144.2 KByte USA (Teil 3), 146.9 KByte Einen kurzen Abschnitt mit ein paar Modulen nach USA-Vorbild gab es auch zu sehe. Sie waren am anderen Ende von Lindern angeschlossen. Sie vermittelten wirklich den Eindruck, man steht in den USA.

Der Betrieb:
Im Hinblick darauf, dass auch die Besucher mit in das Betriebsgeschehen einbezogen werden sollten, war der Fahrplan recht einfach aufgebaut: die Fahrzeiten und die Standzeiten waren, wenn ich das richtig im Kopf habe, jeweils 10 min (Modellzeit). Wenn auf der Strecke also gebummelt wurde, konnte der Zeitverlust im nächsten Bahnhof wieder ausgeglichen werden. Damit war der Fahrplan, auch mit den Besuchern, gut einzuhalten. Gefahren wurde nach dem Crew-Caller-Verfahren. Die Dienstpläne konnten beim Fahrdienstleiter im Bahnhof Lindern abgeholt werden. Auf der Hauptstrecke wurde das Zugmeldeverfahren mit Zugmeldebüchern angewendet. Auf der Nebenstrecke wurde vereinfachter Betreib nach dem Zugleitverfahren durchgeführt.

Zum Schluss:
Ich hatte den Eindruck, dass dieses Jahr noch mehr Besucher während des Treffens da waren, wie im letzten Jahr. Es hat Spaß gemacht, zu sehen, mit welcher Begeisterung manch ein Besucher beim "Betrieb machen" dabei war. Das Museum war und ist einfach ein guter Ort für ein Modellbahntreffen mit vorbildlichem Charakter. Es scheint so, als ob sich hier ein fester Termin im FREMO-Kalender bildet. Ich bin gespannt, ob es auch nächstes Jahr wieder ein Treffen im Lokschuppen stattfindet.

Michael Pfeil


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